Blutegeltherapie

Blutegel haben ein eher negatives Image. Warum eigentlich? Die possierlichen Tierchen gehen mit ihrem Haustier eine symbiotische Beziehung ein, deren Wesen das gegenseitige Profitieren ist. Eine warme Mahlzeit im Austausch für die oftmals erstaunliche Wirkung des Blutegelbisses.

Der Speichel des kleinen Vampirs enthält nämlich allerhand Substanzen, die beim Saugakt injiziert werden. Unter anderem Hirudin und Heparin wirken hemmend auf die Blutgerinnung, können Blutgerinnsel auflösen, entkrampfen die Blutgefäße und beschleunigen den Lymphfluss. In Kombination mit dem Mikroaderlass wird dabei oft eine Schmerzlinderung durch Entstauung des umliegenden Gewebes und Durchblutungsförderung mit besserer Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen erreicht.

Sicherlich ist das Aufsetzen eines kühlen Ringelwurmes gewöhnungsbedürftig. Dennoch sollte man diese Möglichkeit in der Schmerztherapie in Betracht ziehen. Gerade bei schweren Gelenksbeschwerden kann die Blutegeltherapie Erstaunliches leisten.

Sie werden sehen: Anfängliche Skepsis wandelt sich in Respekt vor dem kleinen Helfer. Therapeut mit Biss eben!